Die Mieterselbstauskunft ist das Standardformular bei der Wohnungsbewerbung in Deutschland. Sie ist freiwillig, sie ist selbst ausgefüllt — und genau darin liegt ihr Problem.
Nicht gefragt werden dürfen unter anderem Familienplanung und Schwangerschaft, Gesundheitszustand, Religion, Ethnie, Parteizugehörigkeit, Mitgliedschaft in Gewerkschaften oder Mietervereinen und Vorstrafen. Solche Fragen dürfen bewusst falsch beantwortet werden, ohne dass daraus eine Kündigung folgen kann. Vermietende müssen zudem die Datenminimierung der DSGVO beachten: Unterlagen dürfen nur so lange gespeichert werden, wie die Entscheidung es erfordert, und abgelehnte Bewerbungen sind zu löschen.
Alle Angaben sind Selbstangaben. Gehaltsnachweise sind Momentaufnahmen, eine Mietschuldenfreiheitsbescheinigung stammt vom Vorvermieter und wird nicht immer erteilt, PDF-Dokumente sind leicht veränderbar. Die eigentliche Frage — zahlt diese Person die Miete jeden Monat vollständig und pünktlich? — beantwortet das Formular nicht.
Mit Maja verbinden Bewerbende ihr Konto per PSD2-Open-Banking im Lesezugriff. Maja erkennt die wiederkehrende Mietzahlung und erstellt daraus eine überprüfte Historie: Anzahl der bestätigten Monatszahlungen, Pünktlichkeit und ein Zuverlässigkeitslabel. Die Daten stammen direkt von der Bank und sind nicht editierbar. Es findet keine Schufa-Abfrage statt, und Vermietende sehen keine Kontoauszüge, keinen Saldo und keine sonstigen Umsätze — nur die Zusammenfassung zur Miete.
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